DER FRZ. VEREIN "LE MÉMORIAL DU LINGE 1915"

Verlaufsgeschichte der Vereinsgründung

1967

Herr Armand DURLEWANGER traf bei einem Spaziergang entlang des Collet du Linge einen ehemaligen Kämpfer des Ersten Weltkrieges in Begleitung seiner Enkelkinder. Mit Tränen in den Augen klagte er, dass dieser wichtige Ort, an dem so viele tapfere Soldaten bei den schrecklichen Kämpfen des Ersten Weltkrieges ihr Leben verloren haben, zu einer Müllkippe geworden ist und nicht gepflegt wird; der Lingekopf wurde im Jahre 1921 zum "Historischen Denkmal" ernannt und wirkte "noch viel verlassener als die baufälligsten, aus der Lehnszeit stammenden Ruinen der Vogesen".

"Im darauffolgenden Jahr stand der 50. Jahrestag des Kriegsendes von 1918 an", und Herr DURLEWANGER traf die Entscheidung "dem Lingekopf sein wahres Gesicht, nämlich das Gesicht eines Zeitzeugens eines geschichtlichen Dramas zurückzuverleihen, und den Lingekopf zu einer Gedenkstätte des gemeinsamen Leidens der damals gegeneinander kämpfenden und vor den Kreuzen wieder vereinten Völkern werden zu lassen". Er stellt ein Team zum Roden und Umgraben zusammen, mit dem er anschließend die Renovierungsarbeiten des ehemaligen Schlachtfeldes einleitet, die sogenannte "Opération du Souvenir" (dt. Operation Erinnerung), wobei es sich bei den freiwilligen Helfern überwiegend um junge Gäste der europäischen Jugendherberge "Auberge de Jeunesse Europe" in Colmar handelte.

1968

Während den Aufräumarbeiten der freiwilligen Helfer, die überwiegend im 1. und 2. deutschen Schützengraben stattfanden, wurden mehrere Skelette französischer Soldaten exhumiert, deren Fundorte mit weißen Kreuzen gekennzeichnet wurden.

3 Oktober : Ein aus wichtigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bestehendes Komitee trifft die Entscheidung, eine Gedenkstätte zu errichten, in deren Innenräumen ein Museum zum Gedenken des Vogesenkrieges 1914-1918 "Musée du Souvenir de la guerre des Vosges 1914-1918" eingerichtet werden soll. Daraufhin wird eine nationale Ausschreibung für die Errichtung dieses für das Jahr 1970 vorgesehene Bauwerk ausgegeben. Dieses mit der Erarbeitung der Satzung des neuen Vereines beauftragte Komitee umfasst die nachfolgenden Mitglieder:

  • Herr Jean d'ARMAU DE POUYDRAGUIN, Sohn des Generals - Paris
  • Herr WETZEL, Direktor des Kabinetts in der Präfektur des frz. Departements Haut-Rhin (68) - Colmar
  • Herr KUBLER, Bürgermeister der Gemeinde von Sélestat (dt. Schlettstatt)
  • Herr HEMMERLE, Direktor der elsässischen Tageszeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" - Colmar
  • Herr Dr. GRUNENWALD, Präsident der frz. Reserveoffiziere von Colmar
  • Herr VOGELEISEN, frz. Lehrer im Ruhestand - Munster (dt. Münster im Elsass)
  • Herr WISSON, Mitarbeiter der frz. Bahn SNCF - Wihr au Val (dt. Weier im Tal)
  • Herr SCHUSTER, Bürgermeister der Gemeinde von Orbey (dt. Urbeis)
  • Herr RAFFNER, Präsident des frz. Vereins "Souvenir Français" - Orbey (dt. Urbeis)
  • Herr DURLEWANGER, Historiker - Colmar
  • Herr FLECKINGER, Leiter eines Malerbetriebes - Colmar
  • Herr GRAFF, Rentner - Munster (dt. Münster im Elsass)
  • Herr HERZ, frz. Denkmalarchitekt "Architecte des Bâtiments de France (ABF)" - Colmar
  • Herr DUPUY, frz. Unteroffizier im Ruhestand - Colmar
  • Herr HELSTROFFER, Direktor einer Jugendherberge - Colmar
  • Herr SCHARFF, Photograph - Colmar
  • Herr OBERLIN, departementsübergreifender Direktor des frz. staatlichen Amtes für Kriegsveteranen und Kriegsopfer (ONAC) - Strassburg

1969

15 April : Versammlung der konstituierenden Generalversammlung in Colmar. Die Satzung des neuen frz. Vereines "Association du Mémorial du Linge" wird beim frz. Amtsgericht "Tribunal d'Instance" in Colmar hinterlegt. Zielsetzungen des Vereines: Das Zusammenführen von freiwilligen Helfern, den Bemühungen bzw. Anstrengungen sowie von Eigenmitteln, um die Aufrechterhaltung des ehemaligen Schlachtfeldes des Lingekopfes und den Schutz des natürlichen Standortes des Lingekopfes schützen und bewahren zu können. Der Verein "Association du Mémorial du Linge" übernimmt die Aufgaben der von Herrn A. DURLEWANGER eingeführten Operation Erinnerung "Operation Souvenir"; und während dieser Versammlung wird die Entscheidung für die Errichtung einer Gedenkstätte mit Museum, in dem die Geschichte der in dieser Region im Jahre 1915 stattgefundenen Kämpfe dargestellt wird, bestätigt und genauer erörtert. Schließlich trifft das Komitee die Entscheidung, Herrn Maurice GINTZ, einem frz. Reservehauptmann und Industriellen aus Annecy, ehemaliger Kämpfer am Lingekopf im Jahre 1915, den Vereinsvorsitz zu übertragen.

Der Vereinsvorstand setzt sich nun folgendermaßen zusammen:

  • Ehrenpräsidenten: Die Herren Generäle De VERNEJOUL, GRUSS und Jean d'ARMAU DE POUYDRAGUIN
  • Vereinspräsident: Maurice GINTZ
  • Stellvertretender Vereinspräsident: Auguste RAFFNER
  • Stellvertretender Vereinspräsident: André BAS
  • Sekretärin: Antoinette DURLEWANGER
  • Kassenführer: Michel DUPUY
  • Arbeitsinspektoren: Arthur WISSON, Jean KACHLER, Norbert FLECKINGER
  • Public Relations: Armand DURLEWANGER
  • Presserelationen: Edouard HEMMERLE, P.L. MARCHAL
  • Technischer Berater: Hugues HERZ
  • Beisitzer: Robert WEISS, GEORGE, Joseph ANCEL, Joseph VOGELEISEN, René SCHUSTER

Im Verlaufe des Jahres bietet das Komitee an, den Gebirgskamm sowie die unterhalb der deutschen Linien gelegenen französischen Linien freizulegen. Neben der Beteiligung von Privatpersonen kann die Mitarbeit einer geringen Anzahl von freiwilligen Helfern für die Durchführung der für die Wiederinstandsetzung des ehemaligen Schlachtfeldes erforderlichen Arbeiten festgehalten werden, genauer gesagt handelte sich hierbei um die nachfolgend aufgeführten Personen: Herr und Frau BOSSHARTH, die Herren WEISS, DUPUY, WISSON, FLECKINGER, GEORGE.

Mai : Unter der Mitarbeit einer Sektion des 9. frz. Genieregimentes von Neuf-Brisach (dt. Neu-Breisach) wird das auf dem Gebirgskamm vorhandene Gestrüpp entfernt und werden einige Bäume gefällt, um den Gebirgskamm für Besucher einfacher zugänglich zu machen.

Gleichzeitig übernimmt ein anderes Team des 9. Genieregimentes die schwierige Aufgabe, einen 20 Meter hohen Masten aufzustellen; seit dem 24. Mai überragen die drei Farben der französischen Flagge diese in 1 000 Metern Höhenlage gelegene Hochstätte der Kriegsgeschichte. Ebenso nehmen die 30. Gruppe der Jäger von Lunéville und das 152. Infanterieregiment von Colmar an den Arbeiten zum Abholzen, Erschließen und Aufwerten dieses Standortes teil.

Juni: Die frz. Abteilung für Ausstattung "Service de l'Équipement" des Departements Haut-Rhin (68) richtet den Vorplatz mit Straßenbelag ein und stellt verschiedene Informationsschilder für "sites et monuments historiques" (dt. Historische Sehenswürdigkeiten und Monumente) an den wichtigsten, zum Lingekopf führenden Verkehrskreuzungen auf.

August: Die zuständige Abteilung des frz. Denkmalamtes "Service des Monuments Historiques" leitet die Festigungsarbeiten für die erste deutsche Linie ein. Während dieser Arbeitssaison findet die Exhumierung von zwanzig neu aufgefundenen französischen Soldaten statt (von denen 3 identifiziert werden konnten); zu dieser Zahl kommen noch zehn weitere Jäger (von denen 1 identifiziert werden konnte), die im Jahre 1968 exhumiert wurden. Gleichzeitig wurden die sterblichen Überreste von fünf deutschen Soldaten exhumiert.

21 September: Unter geradezu außergewöhnlichen Umständen entdeckt Herr Louis DORVAL bei einem Pilgerzug am Lingekopf ganz zufällig das Kreuz seines Bruders Marc, das ohne Herrn Dorval hierüber zu informieren genau an diesem gleichen Nachmittag im Rahmen einer von Herrn GINTZ, Präsident des "Mémorial du Linge", geleiteten Zeremonie eingeweiht wird.

1970

30 März: Beginn der dritten Arbeitswelle am Lingekopf. Verschiedene aus Colmar, Munster (dt. Münster im Elsass) und Hohrod stammende freiwillige Helfer, Schüler und Studenten aus Rennes und aus Marseille stammende "Diables Bleus" (Beiname der ehemaligen Jäger des 28. und des 30. BCA) nehmen an den Aufräum- und Reinigungsarbeiten teil.

Mai: Der geheime Eingang des deutschen Hauptblockhauses "Fort Carré" wird am nördlichen Sporn entdeckt: Der in 5 Metern tiefe entdeckte Eingangstunnel kann erst nach großen Anstrengungen freigelegt werden und legt das fast noch intakte Sehrohr des Bauwerkes frei, das später einen wichtigen Platz im Museum der Gedenkstätte des Lingekopfes "Musée du Mémorial" einnehmen wird.

16 November: Versammlung des Lingekopf - Komitees, der Präsident trägt die neue Zusammensetzung der Präsidialmitglieder und der verschiedenen Kommissionen für die Vereinsaktivitäten vor. Ende des Jahres wird Herr Henri CLAUDEL, Präsident der frz. Union ehemaliger Kämpfer "UNC" des Departements Haut-Rhin (68) zum stellvertretenden Präsidenten ernannt (anstelle von Herrn BAS). Zur Kommission gehören nunmehr ebenso Herr Marcel Maire, Gemeinderatsmitglied der Gemeinde von Orbey und Herr Jules GUIDAT, Präsident der "UNC" der Gemeinde von Orbey.

1971

10 August: Einweihung der Gedenkplatte "10000 morts français dont le sang a imprégné cette terre en 1914-1918" zu Ehren der 10 000 toten französischen Soldaten, deren Blut diese Erde im Ersten Weltkrieg getränkt hat; diese 120 kg schwere Gedenkplatte besteht aus verschiedenen Legierungen sowie insbesondere aus auf dem ehemaligen Schlachtfeld aufgesammelten Patronen und Geschossen. Diese Gedenkplatte wurde von Frau SERGENT, Angehörige der A.N.F.P.A. Paris (frz. Verein für die Ausbildung landwirtschaftlicher Facharbeitskräfte) enthüllt, deren Vater, frz. Kommandant des 115. BCA, am 27. Juli 1915 am Lingekopf tödlich verletzt wurde.

12 August: Das Komitee der Gedenkstätte sowie zivile und militärische Persönlichkeiten treffen am Collet du Linge zusammen, um gemeinsam mit Herrn DISSLER, dem damaligen frz. Vizepräfekten und Herrn HERZ, frz. Denkmalarchitekt "Architecte des Bâtiments de France (ABF)" den endgültigen Standort des künftigen Museums zu bestimmen.

1972

12 Juni: Der Gemeinderat von Orbey gibt sein Einverständnis für eine Errichtung des Museums auf dem gemeindeeigenen Gelände. Die frz. Staatssekretäre für kulturelle Angelegenheiten und Kriegsveteranen "Affaires Culturelles et Anciens Combattants" geben ihr Einverständnis, das Komitee im Rahmen der Aktionen "Souvenir" zu unterstützen und zu fördern.

23 Juni: Präsentation des Baumodells (Werk von Herrn CHOMEL), das für die Errichtung der Gedenkstätte in der frz. Handelskammer von Colmar zurückgehalten worden ist.

1973

29 April: Eine große Rundumsicht, ein Werk des Colmarer Malers François FLECKINGER, wird am nördlichen Sporn des ehemaligen Schlachtfeldes eingerichtet.

25 juli: Beim Erdrutsch eines Schützengrabens werden die sterblichen Überreste von zwei französischen Jägern freigelegt.

Ende September : Auf Antrag von Herrn GINTZ, Vereinspräsident, hin übernimmt der frz. Oberst Colonel (ER) Joseph GROLLEMUND aus Colmar die Funktionen des Vereinssekretärs anstelle des kürzlich verstorbenen Herrn JUNCKER.

1974

8 October: Der General GRUDZIM, Minister der Kriegsveteranen in Polen, besucht den Lingekopf.

1975

Januar: Dank dem Wirken des damaligen Präfekten BURGALAT wird die Baugenehmigung für die Errichtung des Museums der Gedenkstätte des Lingekopfes endlich vom frz. Staatssekretäriat für kulturelle Angelegenheiten "Secrétariat d'État à la Culture" erteilt.

August: Eine aus 50 Mitgliedern der 30. Gruppe der Jäger von Lunéville bestehende Sektion führt die ersten Erdaushubarbeiten für die Errichtung der Gedenkstätte durch.

11 September : Bestattung der sterblichen Überreste eines jungen Jägers der Klasse 1915 (121. BCP), der im Juli am Collet du Linge ausgegraben wurde, auf dem Soldatenfriedhof "Cimetière du Wettstein".

October: Das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen Franzetti-Demangeat aus Orbey errichtet die Grundmauern der Gedenkstätte. Ende Oktober nimmt das Bauwerk erste, sichtbare Formen an.

1976

Von Juli bis November: Das Unternehmen führt die Rohbauarbeiten der Gedenkstätte weiter.

24 August: Exhumierung der sterblichen Überreste eines unbekannten französischen Soldaten.

1977

Von April bis November: Weiterführung der Rohbauarbeiten.

26 mai : Auf Anregung von Herrn Marcel MAIRE bieten die Kriegsveteranen aus Orbey, die Herren Demangeat, Kohler, Perrin, Pierré, Werlé, Marchand jeden Donnerstag und Freitag am Eingang des ehemaligen Schlachtfeldes Bereitschaftsdienste zugunsten der Errichtung der Gedenkstätte an.

24 November: Herr François TISSERAND, ehemaliger Lingekopf - Kämpfer, Auteur des französischsprachigen Schriftwerkes "Le Linge Tombeau des Chasseurs" und Ehrenpräsident des Vereins, wird zum Ritter der Ehrenlegion der Republik Frankreich ernannt.

1978

20 April: Der neue Bürgermeister von Orbey, Herr Doktor Schneider, ist damit einverstanden, die Vertretung der Gemeinde Orbey innerhalb des Vereins zu übernehmen.

Juni: Die Unternehmen Demangeat aus Orbey und Bund-Bergaminelli aus Kaysersberg erstellen die Kabelgrube und führen die erforderlichen Arbeiten für die gleichzeitige, unterirdische Installation einer Stromleitung und einer Telefonleitung vom Glasborn aus für die Stromversorgung und Bereitstellung eines Telefonanschluss in der Gedenkstätte des Lingekopfes aus. Seit Ende Mai sind die Rohbauarbeiten so gut wie abgeschlossen.

22 October: An diesem Tage verstirbt Herr Auguste RAFFNER, stellvertretender Vereinspräsident der Gedenkstätte des Lingekopfes "Mémorial du Linge" und Präsident des Vereines "Souvenir Français" in Orbey.

1979

9 juli: Versammlung des Komitees und der Personen, die sich um den Bereitschaftsdienst am Collet du Linge kümmern. Bei dieser Versammlung wird ebenso das Programm für die geplante Inneneinrichtung des Museums vorgestellt.

13 September: An diesem Tage verstirbt unser Ehrenpräsident, Herr François TISSERAND, seine Bestattung findet in der Gemeinde von Bourg-en-Bresse statt.

9 November: Fernsehsendung der französischen Fernsehsender FR3 und TF1: Darstellung der auf den Vogesengipfeln während dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) stattgefundenen, schrecklichen Kämpfe unter dem Titel "Et l'exemple de leurs vertus" (dt. in etwa: "Und das Beispiel ihres Wagemutes und ihrer Tugenden"), bei der vor allem die Kämpfe am Lingekopf von Juli 1915 bis Oktober 1915 behandelt werden.

1980

10 avril : In Orbey stattfindende Versammlung des Komitees und der Personen, die sich um den Bereitschaftsdienst am Collet du Linge kümmern. Kann die Eröffnung des Museums für das Jahr 1980 eingeplant werden?

22 Juni: In der Nacht findet Sabotagehandlungen durch Unbekannte statt... (Brand) der an das ehemalige Schlachtfeld angrenzenden Hütte, die zahlreiche auf dem Schlachtfeld gefundene Relikte und einen Teil der Bibliothek (Bücher und Postkarten) enthält. Von dieser Hütte bleibt nur ein Haufen Asche übrig. Bei dem wichtigsten Verlust handelt es sich ganz zweifelsohne um das goldene Buch "Le Livre d'Or". Zudem ist die den großen Masten schmückende Fahne verschwunden. Eine polizeiliche Untersuchung der frz. Gendarmerie wird eingeleitet...

1981

2 April: Versammlung in Colmar und in Orbey, um die Eröffnungsmodalitäten der Gedenkstätte festzulegen. Bei dem vorgeschlagenen Eröffnungsdatum handelt es sich um den 09. August, den zweiten Sonntag des Monats, der traditionell für die Gedenkfeierlichkeiten der Soldatenfriedhöfe "Cimetière du Wettstein" und "Cimetière du Baerenstall" zurückgehalten wird. Da die winterliche Gebirgskälte (1 000 m Höhenlage) in diesem Jahr viel länger angehalten hat, konnten die Herren Mantzer und Fleckinger die Arbeiten für die Inneneinrichtung des Museums erst Mitte April wieder aufnehmen.

7 Juni: Am Pfingstsonntag findet die Eröffnung des oberen Museumsbereiches für den Publikumsverkehr statt. Eintrittpreis: 3 Französische Francs pro Person für Erwachsene und 2 Französische Francs pro Person für Gruppen. Es können interessante Besucherzahlen verzeichnet werden.

9 August: Offizielle Museumseinweihung.

Mehrere tausend Gäste und Besucher sind anläßlich dieser Einweihung zum Collet du Linge gekommen; der damalige Vizepräfekt, der damalige Gemeinderat, verschiedene zivile und militärische Behörden, Fähnriche, die Feuerwehr, der Spielmannszug, eine gemeindeübergreifende Fanfare, verschiedene Truppen wie auch "Kriegsveteranen".

Tatsächlich sind einige "Kriegsveteranen" der im Juli 1915 stattgefundenen, blutigen Kämpfe anwesend. Einige Anwesende nehmen sitzend, andere stehend an der Veranstaltung teil.

Herr Camille NARGET, 85 Jahre alt, ehemaliger Kämpfer im 20. BCP, ist aus dem frz. Departement Seine et Marne (77) angereist.

Herr Léon DEMANGE Léon, 86 Jahre alt, ehemaliger Kämpfer des 121. BCP, ist aus der Gemeinde Bruyères (Vogesen, Departementsnummer 88) angereist und wollte unbedingt an den Ort zurückkehren, an dem er im Juli 1915 in einem Granatenloch drei Tage lang lebendig begraben gewesen ist.

Herr MONNOT, 94 Jahre alt, das älteste Mitglied der ehemaligen Kämpfer vom "Linge de Roche Lez Beauprés" (im frz. Departement Doubs, Nummer 25).


M. MONNOT

Herr Pierre HENRY, 85 Jahre alt, ehemaliger Kämpfer des 106. BCP, ist aus der Gemeinde Saint-Dié (Vogesen, Departementsnummer 88) angereist und hat die Flagge seines Bataillons (frz. "Fanion") mitgebracht.

Herr Louis MARTY, 85 Jahre alt, ist gemeinsam mit seinem Urenkel Jean-Christophe, der eine vorbereitete Rede in den Händen hält, direkt aus der Gemeinde Castelnaudary (französisches Departement Aude, Nummer 11) angereist.

Ein ergreifender und emotionsreicher Moment, als der Kriegsveteran Herr Louis MARTY, der während dem Ersten Weltkrieg auf diesem gleichen Schlachtfeld um sein Leben kämpfen musste, von seinem Urenkel Jean-Christophe gestützt auf das Podium steigt, und der den Anwesenden den Wortlaut seines liebevoll als "Grand Papapa" bezeichneten Urgroßvaters vortragen wird.

             

"Sehr geehrte Damen und Herren, heute erlaube ich es mir, mich über meinen Urenkel an Sie zu wenden. Zunächst möchte ich alle Personen beglückwünschen, die an der Errichtung dieser Gedenkstätte zu Ehren der auf elsässischem Boden gefallenen Kämpfer mitgewirkt haben. Anlässlich dieser Einweihungsfeierlichkeiten ist es eine große Ehre für mich, im Namen aller ehemaligen, lebenden oder verstorbenen Kämpfer des Lingekopfes die Flagge zu hissen. Dass diese Flagge den Gräbern aller Kämpfer, die ihr Leben für die Befreiung ihres Vaterlandes geopfert haben, ehrenvollen Glanz und Schönheit verleihe."

Der frz. Oberst Colonel Grollemund

"Ihr Kämpfer, die Ihr Euer Leben für Frankreich geopfert habt - durch Eure großen Opfer konnten wir die Ehre und die Freiheit Frankreichs bewahren. Damit wir den heranwachsenden Kindern eine würdige Zukunft voller Frieden bereiten können. Und, geehrte und rühmenswerte Jäger, stehen wir nicht immer noch unter Ihrem Schutze? Führen Sie jetzt nicht eine andere Aufgabe aus, eine noch viel schönere Aufgabe als die, die Sie damals in einem wahren Blutbad ausführen mussten? Sie übernehmen seither nicht nur die ewige Wache dieses geschichtsreichen Bodens, um zu zeigen, dass dieser Boden für die Ewigkeit zu Frankreich gehört, sondern Sie wachen ebenso über die beiden Herzen Frankreichs und des Elsasses, um diese bleibende und nicht zerstörbare Union zu schützen. Unser Anerkennung und Dankbarkeit wird genauso wir Ihr Ruhm niemals erlischen".

Deutsche Übersetzung eines Auszuges aus der Rede von Herrn Roland HOGG, Generaldelegierter des frz. Departements Haut-Rhin (68) des Vereines "Souvenir Français", stellvertretender Vereinspräsident der Gedenkstätte "Mémorial du Linge"

Der damalige Viezpräfekt Thill

Im Anschluss daran hat der Vizepräfekt das in den Farben der französischen Flagge leuchtende dreifarbige Band vor dem Eingang des Museums durchschnitten und die geladenen Gäste und Besucher konnten das Museum unter der Leitung der verschiedenen Mitglieder des Vereinskomitees besichtigen.

Die Vereinspräsidenten

Maurice GINTZ

1968 bis 02/11/1977

Vertretungsweise: P. JUNCKER Generaldelegierter

1977 - 1978

Frz. Oberst Colonel (ER) GROLLEMUND

1978 bis September 1989

Vertretungsweise: Vereinspräsident : Paul BISCHOFF, Marcel MAIRE, Pierre MAURER, Norbert FLECKINGER

1989 bis 1991

Frz. Oberst Colonel (ER) Pierre CRENNER

1991 bis November 1997

Vertretungsweise: Vereinspräsident Marcel MAIRE

1997 bis 1999

General (2. Sektion) Pierre-Alain PAULUS

April 1999 bis April 2008

Vertretungsweise: Roland BODO

April 2008 bis Mai 2009

Zusammensetzung des Komitees 11/06/2016

Präsidialmitglieder

Président d'honneur : Guy Jacquey - Maire d'Orbey et Conseiller Général

  Vereinspräsident
Général MULLER Dominique
 
  1er Stellvertretender Vereinspräsident
BODO Roland
 
  2ème Stellvertretender Vereinspräsident
BRETZ José
 
Kassenführerin
DUPONT Rose-Blanche
Museumsbeauftragter
JARDY Dominique
Verantwortlicher Bauleiter
BALTHAZARD Antoine
Sekretärin
HENRY Régine
Stellvertretende Kassenführerin
HENRY Régine
Beigeordneter Museumsbeauftragter

Stellvertretende Sekretärin
PREVOT Heike

Mitglieder des Komitees (Beisitzer)

Schulklassen
BODO Annie

Mitglieder des Komitees (Beisitzer)

  • BOROCCO Tom
  • BUTTERLIN Roger
  • DURLEWANGER Hubert
  • FERRY Bruno
  • GARAND Thierry
  • GERBER Henri
  • GIRARDIN Robert
  • JACQUERE Jean-Paul
  • SAVOYEN Daniel
  • MUNIER Maurice
  • PERRIN André

Ehrenmitglieder

CRENNER Pierre

Ehren-Präsident

MAIRE Marcel

Stellvertretender Ehrenpräsident

DURLEWANGER Armand

Ehren-Gründungsmitglied

FLECKINGER Norbert

Museumsbeauftragter